
Das "Big Modell" wurde in dem Rollenspielforum http://www.indie-rpg.com/ unter ständiger Moderation von Ron Edwards entwickelt. Sie griffen das “Threefold-Model” der Usenet-Group rec.games.frp.advocacy auf.
Ich möchte das Big Model aus folgendem Grund nocheinmal beschreiben: Es maßgeblich dafür gemacht worden, ein Rollenspielsystem zu entwickeln, daß möglichst viele Leute anspricht und Schwächen der alten Systeme vermeidet. So würde es sich zum Beispiel nicht in Regelergüssen ergehen, sondern sich auf die Kreative Zusammenarbeit konzentrieren. Doch dazu weiter unten mehr.
Das Big Modell versucht die Faktoren einer Rollenspielsitzung in Begrifflichkeiten zu fassen und zu systematisieren (Siehe Grafik über dem Artikel):
2) Unter dem Vorstellungsraum (Shared Imagination Space kurz SIS) ist die gemeinsame Schnittmenge der Gedankenwelt zu verstehen.
3) Techniken (Techniques) dienen der Einschätzung aller Zusammenhänge im fiktiven Raum. Die Techniken bestehen zum Beispiel darin zu würfeln, Karten zu legen und Werte zu vergleichen. Aber auch die unbeschriebenen Techniken der normalen Unterhaltung sind damit gemeint, wie der Einschätzung und Erforschung des gemeinsamen Vorstellungsraumes
4) Ein Ereignis (Ephemera) ist das Resultat aller Bemühungen. Es kann ebenso ein Dialog zwischen Charakteren, eine Handlung eines Charakters oder ein von einem Spielleiter initialisiertes Geschehnis sein
5) Alles wird durch die Kreative Zusammenarbeit (Creative Agenda) der Spieler verbunden und durchdrungen. Sie ist das eigentliche Ziel, die eigentlich motivierende Kraft des Spielens - ein positive Rückmeldung. Man könnte es auch nüchtern als die Wirtschaftlichkeit des Treffens bezeichnen, die Frage nach dem, was für die Gruppe und jeden Einzelnen an Gewinn herausspringt. Dabei unterscheidet das Big Model verschiedene Prioritäten:
- die Überwindung des Gegners über die Spielmechanismen (Gamism) (->Powergaming)
- den Auseinandersetzung mit dem Erzählstrang (irreführenderweise Narrativism)
- die Erforschung des fiktiven Raumes (Simulationsim)
Aussage und Zielsetzung
Die These des Big Model bezieht sich auf die Kreative Zusammenarbeit. Nicht überraschend besagt die These, es gäbe kein "gutes Rollenspiel" ohne die Kreative Zusammenarbeit (Creative Agenda) aller Beteiligten.
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